Information zum Investmentsteuergesetz

Im Rahmen der Umsetzung des neuen Investmentsteuerreform kam es bei allen in Deutschland domizilierten Fonds zu einer Zwangsthesaurierung. Auch nordIX Fonds waren davon betroffen. Die Privatbank Berenberg hat dazu eine Erläuterung veröffentlicht.


"Bedingt durch die einmalige gesetzliche Zwangsthesaurierung zum 31.12.2017 wird auch für unsere inländischen, ausschüttenden Fonds eine Thesaurierung durchgerechnet und der Besteuerung unterworfen. Die für den Thesaurierungsertrag ermittelte Steuerliquidität wird hierbei durch die jeweiligen Depotbanken abgerufen und entsprechend der steuerlichen Merkmale ihrer Kunden weiterverarbeitet.

Bei privaten Kunden wird der Ertrag dem Veranlagungszeitraum 2017 zugewiesen und steht zur bankinternen Verlustverrechnung zur Verfügung. Sollten keine oder nicht ausreichend Verlust bei dem Kreditinstitut zur Verfügung stehen, besteht die Möglichkeit einer Vortragung ins nächste Jahr bzw. Verlustbescheinigung –Antragsfrist hierfür ist der 15.12. d. jew. Kalenderjahres- zwecks Verrechnung mit Kapitaleinkünfte von anderen Banken.

Bei unbeschränkt steuerpflichtigen Kunden stellt die Steuerliquidität eine Vorauszahlung auf Ertragsteuern des Veranlagungszeitraumes 2017 dar. Die abgeführte Steuerliquidität wird als Forderung gegenüber dem Finanzamt bei den betrieblichen Anlegern eingebucht. Eine Ausbuchung der Forderung erfolgt, wenn die Veranlagung für den entsprechenden Veranlagungszeitraum durchgeführt wird. Zudem kann in Höhe des gemeldeten und besteuerten Thesaurierungsertrages ein steuerlicher Merkposten gebildet werden, der bei tatsächlichem Verkauf aufgelöst wird und das steuerbilanzielle Veräußerungsergebnis entsprechend mindert, sodass es final nicht zu einer Doppelbelastung kommt.

Bei Kunden, die aber von der Kapitalertragsteuerabzug befreit sind, wird die anteilige, gemeldete Steuerliquidität von den depotführenden Banken mangels Verpflichtung zum Einbehalt direkt an die Anleger weitergeleitet."


11.01.2018
erstellt von  nordIX AG